Naturschutzarbeit

Der Tierpark beteiligt sich aktiv mit der Zucht der Ecuador Amazone am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Der Beo ist das Zootier des Jahres 2020

Es ist ihre Stimme, die den Vögeln das normale Leben schwer macht: Weil Beos sogar besser sprechen und imitieren können als so mancher Papagei, sind die Tiere besonders im asiatischen Raum vielgehandelte Objekte. Meist fristen sie ihr Dasein nach dem Wegfangen aus den heimischen Wäldern als Haustiere alleine in kleinen Käfigen. Hinzu kommt, dass Beos in manchen Ländern als Delikatesse gelten. Somit sind die Bestände in den vergangenen Jahren deutlich eingebrochen; einige Arten stehen heute kurz vor der Ausrottung. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) den Beo zum „Zootier des Jahres 2020“ ernannt. „Beos verschwinden sowohl in ihrem asiatischen Lebensraum, als auch in Europäischen Zoos still und leise. Mit der Ernennung zum „Zootier des Jahres 2020“ möchten wir zusammen mit der Unterstützung unserer Kampagnenpartner und der Zoogemeinschaft Lobbyarbeit und ganz konkreten Artenschutz für diesen besonderen Vogel betreiben“, sagt Dr. Sven Hammer, 1. Stellvertretender Vorsitzender der ZGAP. 

Ecuador Amazonen

Die offizielle Einladung seitens des Koordinators Dr. Mark Pilgrim, Chester, erfolgte im Jahre 2004. Seither wird ein Paar der Ecuador Amazonen im Rahmen des EEPs im Tierpark Bischofswerda gehalten. Im Jahr 2018 wurde ein neues Zuchtpaar zusammengestellt. Glücklicherweise harmonierte das Paar so gut, dass sich im Jahr 2019 die ersten Zuchterfolge einstellten.

Steinkauz

Seit 2003 beteiligt sich der Tierpark  an einem Wiederansiedlungsprogramm im nördlichen Harzvorland, zur Rettung des Steinkauzes.

Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine kleine Eulenart aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae). Seine Verbreitung erstreckt sich über Nordafrika und Asien bis weit in den Osten. In Mitteleuropa ist er im  waldfreien Tiefland anzutreffen, allerdings ist seine Bestandsentwicklung  stark rückläufig, was zu  inselartiger Siedlungsstruktur bzw. zum Aussterben von Teilpopulationen führt.

Ebenso wurden im Rahmen des Steinkauz-Wiederauswilderungsprojekts im Harzvorland insgesamt 36 Jungtiere zur Auswilderung in den Harz gegeben.

Lebensraumschutz

In den vergangenen Jahren haben die Aktivitäten des Tierparks Bischofswerda auch im Bereich des Lebensraumschutzes Erfolge gezeigt. Das Projekt Sandgrube Weickersdorf, ein Biotop für bedrohte einheimische Amphibien, Reptilien sowie die einheimische Feuchtgebietspflanzenwelt, wurde sogar in die Liste der zertifizierten und akzeptierten Projekte der Welt Zoo Assoziation WAZA aufgenommen.

„Free the Bears“ in Südostasien

Eine Kooperationsvereinbarung mit dieser Organisation regelt die Unterstützung des Tierparks Bischofswerda an diese Organisation durch freiwillige Spendenbeiträge, beispielsweise aus dem Verkauf der Jubiläumsbroschüre, sowie Informations- und Aufklärungsarbeit bei unseren Besuchern. FTB dem gegenüber stellt uns regelmäßig neue und aktuelle Informationen über ihre Arbeit zur Verfügung, die dann an unsere Besucher/innen weitergegeben werden können.

Free the Bears.pdf

Forschungsarbeiten

Im Bereich der Forschungsarbeiten sind Bemühungen im Gange, um den Tierpark Bischofswerda einerseits an Verbundforschungsprojekten mit einer größeren Stichprobenzahl von Individuen teilnehmen zu lassen, andererseits beispielsweise ein Bestandserfassungs- und Auswertungsprogramm für die Tierwelt in der vom Tierpark betreuten Sandgrube Weickersdorf zu erstellen.

 

 

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